NEW

NEW (Neustadt a.d. Waldnaab) hieß es für mich am Samstag beim Sprinttriathlon (0,5/25/6) in Pressath/Oberpfalz. Und es gab einiges Neues. Zum einem bin ich als erster aus dem Wasser gekommen und zum anderen hab ich so schnell laufen müssen wie noch nie…

Wie alles begann:

Freitags bin ich in Pressath bei meiner Gastfamilie Pollert angekommen. Mit Stephan Pollert, Mitorganisator des Triathlons bin ich dann gleich die Rad- und Laufstrecke abgefahren, um zu wissen was auf mich zukommt. Die Radstrecke hatte zwar einige Höhenmeter, aber eine große Hürde würde es wohl nicht werden. Auch die Laufstrecke schien machbar.

Obwohl der Pressather Triathlon eher ein kleiner, familiärer Tria ist, war mit Ralf Preissel ein ordentlicher Konkurrent am Start und für mich hieß das: Konzentration nur auf ihn ;-)

Um 13:30Uhr fiel der Startschuss. Von Anfang an wollte ich Ralf Preissel distanzieren, denn ich wusste er kann ebenwürdig Laufen und ich hatte keinen Nerv heute schnell zu laufen. So kam es, dass ich als erster aus dem Wasser kam! (Hä? Der Schmid? Ja tatsächlich… tja muss auch mal sein) Allerdings bin ich voll am Limit geschwommen. Nun wollte ich auf dem Rad den Vorsprung weiter ausbauen und radelte wie ein Irrer. So kam es, dass der erste Berg der am Tag zuvor so harmlos aussah, sich im Wettkampftempo als mächtige Steigung herausstellte. So musste ich schon nach den ersten 7km das Tempo leicht zurücknehmen. Bei der Hälfte der Strecke konnte Preissel leider aufschließen. Zu meinem Ärgernis klemmte er sich aber nur an mein Hinterrad und machte keine Anzeichen mal die Führung zu übernehmen. Ich will ihm nicht unterstellen den Windschatten genutzt zu haben, aber hinterherfahren ist schon merklich leichter als vorne das Tempo machen zu müssen… Was ihn dazu geritten hat mich 100m vor der Wechselzone zu überholen würde ich auch gerne wissen. Nun, so kam es was ich mir nicht wünschte: Ein Laufduell.

Und es wurde eine Schlacht!

Nach einem schlechten Wechsel musste ich erst noch schnell 40m wieder aufholen. Nach km 1 am ersten Berg angekommen befürchtete ich, dass Preissel hier schon die Entscheidung suchte, aber diese blieb aus. Oben angekommen begann die Höllenfahrt. Gegenseitig pushten wir uns Schulter an Schulter auf eine enorme Reisegschwindigkeit. Bei km 4 testete ich kurz mit einer Tempoverschärfung an, musste aber erkennen, dass Preissel wohl alles mitgehen konnte. Auf den letzten 2km eröffneter er nun das Feuer. Entschlossen ging ich mit und legte noch eine Schippe drauf. Im 3min Schnitt liefen wir auf die letzten Meter zu. 300m vor dem Ziel erinnerte sich wohl auch Preissel an seine Mittelstrecklervergangenheit und platzierte einen Spurt dem ich nix entgegenzusetzen hatte. So musste ich mich mit einem knappen zweiten Platz zufriedengeben.

Nach meiner Trainingspause, die auf den Düsseldorftriathlon folgte, kann ich eigentlich zufrieden sein mit meiner Leistung. Meine Ziele sind eben in 2 Wochen die Mitteldistanz in Immenstadt und in 7 Wochen die Langdistanz in Köln, da kann man über eine Sprintdistanz mit Platz 2 zufrieden sein.

Auf jeden Fall freue ich mich auf meinen liebgewonnen Immenstadttriathlon!!!

CU there!

Euer Stefan

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